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Mutationsverlauf von SARS-CoV-2 in Österreich

MedUni Wien und CeMM untersuchen Genomentwicklung des Coronavirus
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(Wien, 27-03-2020) Das CeMM, das Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, sowie die MedUni Wien forschen für ein besseres molekulares Verständnis der COVID-19-Pandemie und des Erregers SARS-CoV-2. Die biomedizinische Erforschung des Virus wird wesentlich zu fundierten politischen Entscheidungen und letztendlich zur Entwicklung neuer Therapien beitragen.

Ein interdisziplinäres Team von CeMM (Projektleitung Andreas Bergthaler, Virologe, und Christoph Bock, Bioinformatiker) und MedUni Wien (Elisabeth Puchhammer-Stöckl, Virologin) wird die SARS-CoV-2-Genomentwicklung bei PatientInnen mittels ausgereifter Sequenzier- und Analysemethoden untersuchen. Dies wird zu einer raschen, frei zugänglichen Veröffentlichung von SARS-CoV-2-Genomen aus Österreich führen, EpidemiologInnen bei der Rekonstruktion von Übertragungsketten unterstützen und wertvolle Einblicke in die molekulare Dynamik der verheerenden Viruspandemie liefern.

Die Forschungsarbeit am CeMM ist Teil eines Netzwerks, und Elisabeth Puchhammer-Stöckl vom Zentrum für Virologie der Medizinischen Universität Wien eine essentielle Kooperationspartnerin. Das Netzwerk ist offen für weitere Kooperationen und begrüßt insbesondere Beiträge von klinischen VirologInnen und Diagnostiklabors aus ganz Österreich. Erste Kooperationen mit EvolutionsbiologInnen, PopulationsgenetikerInnen und VirologInnen haben bereits begonnen. Der österreichische Beitrag zu einer weltweiten Karte von SARS-CoV-2-Mutationen ist ein wichtiger Schritt, die Mutationsdynamik der Pandemie zu entschlüsseln.

„CeMM fokussiert sich darauf, die ersten SARS-CoV-2-Genome aus Österreich bald offen mit der Welt zu teilen. Wir ermutigen die Wissenschaft und Industrie, diese Ergebnisse zu nutzen, um die Forschung zur Bekämpfung des Coronavirus zu beschleunigen. Wir hoffen, dass die Daten politische Entscheidungsträger und Epidemiologen dabei unterstützen, die Ausbreitung des Virus besser zu verstehen“, sagt Giulio Superti-Furga, Direktor des CeMM und Professor für Medizinische Systembiologie an der MedUni Wien.