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Irena Pashkunova-Martic erhält Hertha-Firnberg-Stipendium des FWF

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(Wien, 17-06-2020) Irena Pashkunova-Martic, Senior Researcher an der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin der MedUni Wien, wurde mit dem Hertha Firnberg Stipendium des Forschungsförderungsfonds FWF ausgezeichnet. Sie erhält eine Förderung für ihr Projekt „Manganese based macromolecular imaging probes for diagnosis and therapy of solid tumors (MAP-THERA)” zur Validierung und Charakterisierung neuer Theranostika.

Theranostik ist ein modernes Gebiet der Medizin, das Therapiemethoden mit Diagnosemethoden kombiniert. Therapeutische Strategien wie Chemotherapie, Hyperthermie oder Bestrahlung werden zusammen mit Diagnosemethoden wie MRT angewandt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kontrastmitteln (KM), die nur eine unspezifische Anfärbung von Geweben und Organen ermöglichen, bietet ein Theranostikum eine gezielte diagnostische Visualisierung und Therapie. So können Theranostika mit ausgeprägter Selektivität gegenüber Tumoren den Krankheitsverlauf maligner Erkrankungen revolutionieren. Im Rahmen dieses Forschungsprojekts werden neuartige paramagnetische Verbindungen zur gezielten Arzneimittelabgabe und Visualisierung maligner Erkrankungen mittels Magnetresonanztomographie (MRT) entwickelt. Paramagnetische Komplexe von Salinomycin (SAL) und Doxorubicin (DOX) werden zur gezielten Tumorvisualisierung mittels MRT hergestellt und charakterisiert. Die potenziellen Eigenschaften als Chelatbildner, die gleichzeitig eine hohe intrinsische Antitumoraktivität gegenüber unkoordinierten Liganden oder freie Zytostatika besitzen, werden evaluiert. Hauptziel des Projektes ist die Validierung und die vollständige Charakterisierung neuer aktiverer Theranostika.

Im Rahmen dieses Projekts werden innovative chemische Eigenschaften von Antitumorantibiotika sowie von modifizierten Biopolymeren untersucht, um neuartige Theranostika zu entwickeln. Diese neuartigen Mn-basierten Biomarker mit intrinsischer Antitumoraktivität stellen ein innovatives und hocheffizientes „All-in-One-Theranostikum“ für zukünftige (prä-)klinische Anwendungen bei früher Diagnostizierung und Optimierung des Therapieverlaufs von Krebserkrankungen dar.

Über das Hertha Firnberg Stipendium
Der FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) bietet mittels seiner drei angebotenen Programme (Hertha Firnberg, Elise Richter und Elise-Richter-PEEK) hoch qualifizierten Universitätsabsolventinnen aller Fachdisziplinen die Möglichkeit, insgesamt 72 Monate Förderung in Anspruch zu nehmen. Ziel ist es, die Karrierechancen von Frauen an österreichischen Forschungseinrichtungen zu erhöhen. Das Postdoc-Programm Hertha Firnberg ist dabei zur Förderung von Frauen am Beginn ihrer wissenschaftlichen Karriere bestimmt. Die Vergabe erfolgt durch das Kuratorium des FWF auf Grundlage einer internationalen Begutachtung.

Zur Person
Irena Pashkunova-Martic ist Senior Researcher an der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin der MedUni Wien. Sie studierte Biotechnologie an der Universität Wien und der Universität für Chemische Technologien in Sofia (Bulgarien) und promovierte im Fach Chemie (PhD) an der Universität Wien. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der Entwicklung gewebespezifischer Kontrastmittel für die Magnetresonanztomographie (MRT), Drug Targeting, Innovative Transporter für Krebsmedikamente sowie Medizinische, analytische und bioanalytische Chemie.