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UNESCO-Lehrstuhl für Bioethik bleibt an der MedUni Wien

Kooperation mit Organisation der Vereinten Nationen für vier weitere Jahre verlängert
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(Wien, 30-01-2020) Der UNESCO-Lehrstuhl für Bioethik bleibt an der MedUni Wien. Die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur und die Medizinische Universität Wien haben die gemeinsame Kooperation über eine Laufzeit von weiteren vier Jahren verlängert. Der Lehrstuhl befasst sich mit gesellschaftlichen ethischen Fragen rund um den wissenschaftlichen Fortschritt.

Gemeinsam mit dem UNESCO-Lehrstuhl für Bioethik haben die Medizinische Universität Wien und die UNESCO im Jahr 2016 die erste akademische Institution dieser Art ins Leben gerufen, die an einer österreichischen Universität existiert. In Übereinstimmung mit den Zielen der UNESCO (der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur) arbeitet der Lehrstuhl unter der Leitung von Christiane Druml, Leiterin der medizinischen Sammlungen der MedUni Wien am Josephinum und Vorsitzende der Bioethik-Kommission des Bundeskanzlers , eng mit anderen Universitäten und außeruniversitären Institutionen im In- und Ausland im Bereich Bioethik zusammen.

Bioethik von zunehmender Bedeutung
Die Bioethik setzt sich mit grundsätzlichen Fragen des Seins auseinander, wie etwa dem Anfang und Ende des Lebens. Sie deckt ein großes Spektrum an Forschungsgebieten ab. „Die UNESCO fördert als globale Organisation auf beispielhafte Weise die Internationalisierung der Bioethikdebatte und unterstützt sie mit eigenen Programmen“, sagt Christiane Druml. „In den vergangenen Jahrzehnten haben Wissenschaft und Forschung zu einer enormen Weiterentwicklung der Medizin und Biowissenschaften geführt und viele neue gesellschaftliche Fragen aufgeworfen. Die Bioethik befasst sich mit diesen Fragen wie z.B. genetischen Eingriffen am Menschen, Medizin und künstlicher Intelligenz oder Epidemien und Menschenrechte, und versucht Antworten darauf zu finden.

Die UNESCO-Lehrstühle
Das UNITWIN/UNESCO-Lehrstuhlprogramm wurde im Jahr 1992 ins Leben gerufen, um die Themenfelder der UNESCO in den Universitäten zu verankern. Es fördert die Forschung, Bildung und Entwicklung von Universitäten, indem es sie in Netzwerken miteinander verbindet und eine grenzübergreifende Kooperation ermöglicht. Heute gibt es weltweit schon mehr als 600 UNESCO-Lehrstühle, von denen sich sieben in Österreich befinden. Der Lehrstuhl an der MedUni Wien ist seinen Aufgaben in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Projekten und Veranstaltungen nachgekommen. Überblick