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EUHA plant erste Initiativen für gemeinsame EU-Gesundheitspolitik

Mitgliederversammlung der European University Hospital Alliance – MedUni Wien und AKH Wien beteiligt
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(Wien, 19-12-2019) Die EUHA (European University Hospital Alliance) ist der Zusammenschluss von neun der wichtigsten Universitätskliniken in Europa, an der auch die MedUni Wien bzw. das AKH Wien beteiligt sind. Diese Allianz will die Diversität und die Leistungsfähigkeit der europäischen Universitätskrankenhäuser repräsentieren und dazu beitragen, dass sich die Mitglieder bei der Weiterentwicklung ihrer Leistungen für die PatientInnen in ganz Europa gegenseitig optimal unterstützen. Auf der nun abgehaltenen Mitgliederversammlung im Krankenhaus Saint-Louis in Paris bekräftigte die EUHA ihr Ziel, an der Gestaltung einer nachhaltigen europäischen Gesundheitspolitik aktiv mitzuwirken. 

Zu diesem Zweck war in Paris auch Anne Bucher, Generaldirektorin GD Santé (Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit) der Europäischen Kommission, zu einem informellen Gespräch eingeladen. Dabei wurden die Rolle der Universitätskliniken bei der Umsetzung der Wissenschaft in die klinische Praxis, die digitale Transformation des Gesundheitswesens, die Rolle des Europäische Gesundheitsdatenraums, die Europäischen Referenznetze und die Nachhaltigkeit des Gesundheitswesens diskutiert, um die gemeinsamen Herausforderungen weiter intensiv zu diskutieren und in Angriff zu nehmen.

Weiterentwicklung der EUHA
Weiters machte die EUHA in Paris mit der Verabschiedung der gemeinsamen Satzung einen großen Schritt in Richtung Weiterentwicklung der Organisation. Diese legt die Führungsstruktur und die Arbeitsweise der EUHA fest und dient der Formalisierung des Bündnisses als Verband. Die Mitgliederversammlung einigte sich auch darauf, den detaillierten strategischen Plan der EUHA im Jahr 2020 auszuarbeiten.

Auch die Arbeitspläne für das neu eingerichtete Digitale Gesundheits- und Datennetz und der Schaffung eines Entwicklungsprogramms für „Klinische Führung“ für das Jahr 2020 wurden beschlossen. „Eine wirksame Führung wird immer wieder als Mittel für den notwendigen Wandel empfohlen, um den Herausforderungen zu begegnen, mit denen unsere Gesundheitssysteme derzeit konfrontiert sind. Trotz dieser wichtigen Erkenntnisse sind Programme zur Führungskräfteentwicklung von SpitzenärztInnen und -ärzten rar und die EUHA-Kliniken entwickeln eigene Programme mit einer gemeinsamen internationalen Komponente“, hieß es in einer Stellungnahme.

Das EUHA-Forschungsnetzwerk hat erste Initiativen gesetzt, um verantwortungsvolle Forschung und Innovation (RRI) in den mitwirkenden Universitätskliniken akkordiert voranzutreiben. Die Schlüsselelemente der RRI sind Treiber für Verantwortlichkeit und Transparenz in der Organisation, mit direkten Auswirkungen auf Strategien zur Stärkung der Qualität von Krankenhausleistungen und Forschungsergebnissen und zur Verbesserung der Beziehungen zu den Stakeholdern.

Über die EUHA
Die European University Hospital Alliance wurde 2017 gegründet, ihre Mitglieder zeichnen sich durch Spitzenleistungen in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Forschung aus.

Die Mitglieder der Alliance sind:
Assistance Publique-Hôpitaux de Paris
Charité – Universitätsmedizin, Berlin
Erasmus University Medical Center, Rotterdam
Karolinska University Hospital, Stockholm
King's Health Partners, London
Medizinische Universität Wien und AKH Wien
Ospedale San Raffaele, Mailand
Universitaire Ziekenhuizen Leuven
Vall d'Hebron Barcelona Hospital Campus

Eines der wichtigsten Ziele ist es, die Ergebnisse für die PatientInnen von heute und morgen zu verbessern. Die EUHA fördert Exzellenz und Innovation in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Forschung und Bildung, um die Qualität der Versorgung auf europäischer Ebene gemeinsam und akkordiert zu verbessern. Gemeinsame Innovationen erleichtern Peer-Learning und Benchmarking auf europäischer Ebene und tragen zur Nachhaltigkeit der europäischen Gesundheitssysteme bei.

Universitätskliniken spielen eine wichtige Rolle in der biomedizinischen Forschung und deren Umsetzung in die Praxis. Durch die Allianz wollen die Mitglieder eine aktive Rolle bei der Gestaltung der Zukunft der europäischen Gesundheitsversorgung spielen, voneinander lernen, um die Ergebnisse für die PatientInnen zu maximieren und die Anstrengungen zur Förderung einer qualitativ hochwertigen Forschung zu bündeln.