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Maria Sibilia und Ursula Schmidt-Erfurth in Österreichische Akademie der Wissenschaften gewählt

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Bilder: MedUni Wien/Matern
Maria Sibilia (links) und Ursula Schmidt-Erfurth

(Wien, 16-04-2019), Maria Sibilia, Leiterin des Instituts für Krebsforschung der MedUni Wien, und Ursula Schmidt-Erfurth, Leiterin der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie der MedUni Wien, wurden von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften als wirkliche Mitglieder aufgenommen. 

Sibilia und Schmidt-Erfurth wurden in die Mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) aufgenommen, der sie bisher als korrespondierende Mitglieder angehörten.

Bei der jährlichen Wahlsitzung der ÖAW am 12. April 2019 wurden 19 Forscherinnen und 10 Forscher (5 neue wirkliche Mitglieder, 16 korrespondierende Mitglieder und 8 Mitglieder der Jungen Akademie) aus diversen Fachdisziplinen der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften sowie der Mathematik, der Natur- und Technikwissenschaften aufgrund ihrer außergewöhnlichen wissenschaftlichen Leistungen und ihres fachlichen Ansehens in die Akademie aufgenommen. Die neuen Mitglieder werden im Rahmen einer Festveranstaltung am 18. Mai an der Akademie in Wien begrüßt.

Über Maria Sibilia
Maria Sibilia zählt zu den renommiertesten MolekularbiologInnen auf dem Gebiet der EGFR Signaltransduktion in der Krebsentstehung. Sie leitet seit 2010 das Institut für Krebsforschung an der Universitätsklinik für Innere Medizin I der MedUni Wien und ist Mitglied der Führung des Comprehensive Cancer Centers (CCC) Vienna, das sie derzeit interimistisch leitet. Im Jahr 2012 wurde sie von der European Molecular Biology Organisation (EMBO) zum Mitglied gewählt. Maria Sibilia erhielt 2013 den Preis der Stadt Wien für medizinische Wissenschaften und 2014 wurde sie für ihre wissenschaftlichen Verdienste von der Italienische Republik mit dem Orden “Commendatore” geehrt. 2016 erhielt sie einen hoch-kompetitiven und hochdotierten Advanced Investigator ERC Grant für ihr Projekt, das sich um Immunmodulation des angeborenen Immunsystems zur Krebsbekämpfung dreht.

Maria Sibilia studierte Biologie an der Universität von Pavia, spezialisierte sich bereits im Doktoratsstudium auf Genetik und Molekularbiologie, wechselte danach nach Wien und wurde Assistenzprofessorin der Abteilung für Dermatologie, 2007 Professorin für zelluläre und molekulare Tumorbiologie. Schwerpunkte ihrer Forschung und ihrer Interessen sind Mausgenetik, Tumorbiologie und -immunologie sowie angeborene Immunabwehr.

Über Ursula Schmidt-Erfurth
Ursula Schmidt-Erfurth ist Professorin für Augenheilkunde und Expertin für Augenchirurgie. Sie hat in München an der Ludwig-Maximilians-Universität studiert und ihre Ausbildung in der Ophthalmologie absolviert. Sie leitet seit 2004 die Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie der MedUni Wien im AKH Wien. Ihr wissenschaftlicher Schwerpunkt ist die Netzhautforschung und die Entwicklung innovativer diagnostischer und therapeutischer Methoden in der Retinologie. In ihrer Tätigkeit an der Harvard Medical School, Boston, hat Ursula Schmidt-Erfurth bereits die photodynamische Therapie entwickelt, die für eine Dekade zum Gold-Standard in der Therapie der Makuladegeneration weltweit wurde. An der MedUni Wien hat sie 2006 das Vienna Reading Center (VRC) gegründet, eine mit 600 centers of excellence verknüpfte Plattform zur digitalen Analyse im Netzhaut-Imaging. Mit der Einrichtung des Christian-Doppler Labors für ophthalmologische Bildanalyse (OPTIMA) 2013 hat sie erstmals Methoden der artifiziellen Intelligenz in die Retinologie eingeführt, ihre Gruppe gilt hier als Pionier in einem besonders innovativen Bereich der modernen Medizin.

Sie ist Autorin von mehr als 400 peer-reviewten Publikationen und leitet eine interdisziplinäre Forschergruppe von mehr als 30 drittmittelfinanzierten Wissenschaftlern. Ursula Schmidt-Erfurth erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen, darunter den Forschungspreis der Fraunhofer Gesellschaft, den Achievement Award der American Academy of Ophthalmology, den Roger Johnson Award der University of Washington und den Donald Gass Award der Retina Society (USA). Seit 2014 ist Schmidt-Erfurth Adjunct Professor an der Feinberg School of Medicine (Northwestern University, Chicago).