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Basisinformationen

Jahresberichte

MedUni Wien Jahresbericht 2018

Dank moderner Methoden der Genetik und Molekularbiologie wird Krankheit heute nicht mehr als allgemeine Diagnose, sondern als einzigartige Situation im Leben eines einzigartigen Menschen verstanden. Diagnosen sind somit in ihrer Individualität mit einem Fingerabdruck vergleichbar. Ein molekularer Fingerabdruck ermöglicht eine sehr präzise, individuelle Prävention und Therapie. Das ist Medizin, die so exakt wie möglich auf den Punkt kommt, gut zusammengefasst unter dem Begriff „Präzisionsmedizin“. Für die Medizin 4.0. stehen den Medizinerinnen und Medizinern im 21. Jahrhundert neue Technologien zur Verfügung, vor allem im Bereich der postgenomischen, digitalen Medizin, die schon heute die Anforderungen und Skills an Forscherinnen und Forscher, aber auch an Ärztinnen und Ärzte stark verändern.

Die bis 2024 in der Roadmap im Entwicklungsplan der Medizinischen Universität Wien festgehaltene Strategie wird diesen Herausforderungen gerecht. Die Vorarbeiten und Planungen für die größten Investitionen unserer Geschichte mit den baulichen Veränderungen am MedUni Campus AKH mit den innovativen Zentren für Präzisionsmedizin, translationale Medizin sowie Technologietransfer und dem vorklinischen Bauprojekt MedUni Campus Mariannengasse laufen auf Hochtouren und stellen uns damit für die Zukunft in Forschung, Klinik und Lehre auf ein starkes Fundament.

Eine hoffnungsvolle Zukunft, der eine erfolgreiche, aber auch eine dunkle Vergangenheit vorangegangen ist, der wir uns im Gedenkjahr 2018 verantwortungsvoll gestellt haben. Gemeinsam mit der Universität Wien haben wir mit einer internationalen Tagung unter dem Motto „‚Anschluss‘ im März 1938: Nachwirkungen auf Medizin und Gesellschaft“ dem „Anschluss“ vor 80 Jahren gedacht und aufgezeigt, welche Lehren man bis heute aus dieser damit verbundenen, tiefen Zäsur für die Universität ziehen muss – und welche Haltung dazu erforderlich ist.

Markus Müller

"Wir sind alle Zeugen einer einzigartigen Entwicklung in der Geschichte der Menschheit. Die derzeitigen Entwicklungen der Digitalisierung und der Molekularen Medizin haben zu einer noch nie dagewesenen Beschleunigung des medizinischen Fortschritts geführt."

Univ. Prof. Dr. Markus Müller Rektor der Medizinischen Universität Wien
Univ. Prof. Dr. Markus Müller
Univ. Prof. Dr. Markus Müller Rektor der Medizinischen Universität Wien

Zentrum für Präzisionsmedizin

Die Zukunft ist zum Greifen nah
Neue Forschungszentren am MedUni Campus AKH

Zentrum für Präzisionsmedizin

Die ersten Schritte zur Realisierung der Vision eines integrierten MedUni Campus als Katalysator, um Wien als Top-Standort für die Medizin der Zukunft in Europa zu etablieren, sind gesetzt. Dafür sollen die neu entstehenden Zentren auf dem MedUni Campus AKH mit den bis 2024 im MedUni Campus Mariannengasse zusammenziehenden vorklinischen Einrichtungen zusammenwachsen.


Basisinformation zur MedUni Wien

Die Medizinische Universität Wien (kurz: MedUni Wien) ist eine der traditionsreichsten medizinischen Ausbildungs- und Forschungsstätten Europas.

Mit rund 8.000 Studierenden ist sie heute die größte medizinische Ausbildungsstätte im deutschsprachigen Raum.

Mit ihren

  • 26 Universitätskliniken,
  • drei klinischen Instituten,
  • 12 medizintheoretischen Zentren und
  • zahlreichen hochspezialisierten Laboratorien

zählt sie auch zu den bedeutendsten Spitzenforschungsinstitutionen Europas im biomedizinischen Bereich.

Für die klinische Forschung stehen über 48.000m² Forschungsfläche zur Verfügung. Im Juni 2010 wurde mit dem Anna Spiegel Forschungsgebäude ein eigenes Laborgebäude mit hochspezialisierten Core Facilities eröffnet.