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2020 // Konferenz: Vector borne diseases, the nature and genome editing: an ethical consultation

08. - 09. Jänner 2020

Neue Entwicklungen auf dem Gebiet der Gentechnik wie die Genschere geben große Hoffnung auf eine bessere Bekämpfung krankheitsübertragender Insekten. Die internationale Veranstaltung des UNESCO Lehrstuhls für Bioethik an der MedUni Wien widmete sich am 8./9. Jänner 2020 Konsequenzen auf die belebte Natur. Eine der Hauptfragen, die diskutiert wurde, war ob es ein weltweit geltendes neues Ethikregelwerk für die Crispr/Cas9-Genschere und andere neue Technologien benötigt.

17 Prozent der weltweiten Todesfälle werden durch Vektoren hervorgerufen, das sind mehr als 700.000 Todesfälle im Jahr. Sie alle stellen eine hohe Bedrohung der öffentlichen Gesundheit dar. International ist die Malaria die folgenschwerste der durch Insekten hervorgerufenen Infektionen: Mehr als 400.000 Menschen sterben an ihr jährlich, die meisten davon sind Kinder unter fünf Jahren. Aber auch Dengue, Zika oder Gelbfieber fordern einen hohen Krankheitszoll. Dengue allein ist für mehr als 95 Millionen Krankheitsfälle im Jahr verantwortlich.

Die genauen Folgen neuer Technologien wie gene drives (Methoden zur beschleunigten Ausbreitung spezifischer Gene in einer Population) im Zeitalter von zunehmenden Resistenzen gegen bewährte Therapien und Erderwärmung auf die Gesamtpopulation der Insekten und damit auf unser Ökosystem sind nicht absehbar“, stellt Christiane Druml, Leiterin des Josephinums und des UNESCO Lehrstuhls für Bioethik fest, „da stellt sich die Frage nach unserer gesellschaftlichen Verantwortung und dem Schutz künftiger Generationen.“

Die internationale Veranstaltung des UNESCO Lehrstuhls für Bioethik an der MedUni Wien unter Leitung von Christiane Druml fand unter Beteiligung von ÄrztInnen aus Europa und Afrika, internationalen WissenschafterInnen, Repräsentanten der WHO (Weltgesundheitsorganisation) und von ARRIGE (Responsible Research and Innovation in Genome Editing) sowie ForscherInnen aus Lambaréné (CERMEL) in Gabun statt.

© MedUni Wien; Hinterramskogler